CharlestonDer Charleston ist ein amerikanischer Gesellschaftstanz des 20. Jahrhunderts. Er wurde nach der Hafenstadt Charleston in South Carolina benannt. Die von dem Pianisten und Komponisten James P. Johnson komponierte Jazz-Melodie The Charleston, 1923 erstmals in dem Broadway-Musical Running Wild aufgefuehrt, verhalf dem Tanz in den U.S.A. und in der Welt zu grosser Popularitaet. In Europa wurde er 1925 durch Josephine Baker bekannt. Obwohl der Tanz urspruenglich von Afroamerikanern entwickelt wurde, konnte er sich in den U.S.A. schnell als weisser Gesellschaftstanz etablieren. Er wird eng verbunden mit Flappern und Speakeasy-Lokalen. Dort tanzten Frauen, alleine oder zusammen, um sich ueber die Alkoholprohibition der U.S.A. zu mokieren. Dies fuehrte dazu, dass der Tanz im Allgemeinen als provokativ und unsittlich galt. Eine Tanzbeschreibung von 1925 fuehrt an: Der Torso zittert, dazu die Bewegungen der Hueften, Schenkel und Hinterbacken. Auch die Haende sind aktiv, sie beruehren alle Teile des Koerpers wie in Ekstase. Dazu kommen die abwechselnden X- und O-Beine, damit verbunden die nach aussen und innen gedrehten Knie und Fuesse. Der Taenzer kann seinen Ruecken beugen oder gar in Hockstellung gehen. Der Lindy Hop, ein wichtiger Swing Tanz der 30er und 40er, hat viele Elemente des Charleston uebernommen. Eine wenig abgeÃaenderte Tanzform des Charleston wurde in den 30er und 40er zu Swing Jazz getanzt. Diese Form hat viele Namen und die bekanntesten sind: 'Lindy Charleston', 'Savoy Charleston', '30s or 40s Charleston' und 'Swing(ing) Charleston'. |
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